Gärtnerei aktuell :
- Mischsalat (mit Kräutern & Wildkräutern) im Frühjahr
- eigene Honig- Melonensorte „Murrmel“ im Sommer
- Okraschoten
Dieser Abschnitt wird derzeit überarbeitet.
Betriebsleiter, Gärtnermeister, Marktleiter, Ausbilder & Melonen-Experte
Gärtnermeisterin, Hofladen-Verantwortliche, Mitarbeiterin in der Gärtnerei
Gärtnermeister, Verantwortlicher für Samenbau & Freilandanbau, Ausbilder
"Tigerle"
Hofaufsicht & Mäusepatrouille
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Seit 2021 ist auch hier im Süden (Baden-Württemberg & Bayern) die Möglichkeit einer biodynamischen Ausbildung für Gärtner und Landwirte gegeben. Als Träger arbeitet der Verein „Freies Land“ eng zusammen mit dem Demeter-Verband, der mit Hilfe seiner Mitglieder die Ausbildung unterstützt.
Die biodynamische Ausbildung ist für mich, auch auf Grund ihrer fehlenden staatlichen Anerkennung, als Ergänzung zu sehen zu der staatlichen Gärtner-, bzw. Landwirtsausbildung.
Sie konzentriert sich viel mehr auf den Betrieb als Kreislauf und befasst sich intensiv mit dem ökologischen Landbau. Auch die Grundlagen der biodynamischen Wirtschaftsweise bilden einen wichtigen Teil der Ausbildung. So geht es nicht nur um die materiellen Grundlagen des Landbaus, sondern darüber hinaus um eine geistige Ebene, die hinter den Dingen steht und für die im Landbau tätigen Menschen eine wichtige Rolle spielt.
Für die biodynamische Ausbildung zur Gemüsegärtnerin habe ich mich entschieden, auf Grund meiner Überzeugung, dass nicht nur das Materielle, sondern auch das Geistige in allen Bereichen des Lebens eine Rolle spielt. Diese Sichtweise gibt mir die Möglichkeit bestimmte Zusammenhänge im Anbau von Lebensmitteln anders zu verstehen und zu hinterfragen. Auch die Blockseminare auf wechselnden Betrieben hat mich angesprochen und sind im Rückblick eine große Bereicherung. Ich habe verschiedenste Betriebe kennenlernen dürfen und damit einhergehend auf verschiedene Betriebsstrukturen, Anbauweisen und damit verbundene Menschen. Auf jedem Hof gab es einen Rundgang, um den jeweiligen Hof kennenzulernen und auch seine Besonderheiten. Besonders war auch, dass viele Unterrichtseinheiten von Menschen aus der unmittelbaren Praxis durchgeführt wurden, die viele Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit uns teilten. Zu Beginn der Ausbildung fand der Unterricht übergreifend für Gärtner/innen und Landwirt/innen statt und ab dem zweiten Lehrjahr fanden einige Einheiten zur Vertiefung der eigenen Fachsparte getrennt statt.
Auf den Seminaren verbrachten wir viel Zeit gemeinsam als Gruppe und lernten und gut kennen und wurden immer mehr zu einer Einheit. Über die Zeit der Ausbildung konnte ich erleben, wie die Gruppe sich als Ganzes verändert und entwickelt und somit auch jedes Mitglied der Gruppe.
Der Umgang untereinander, sowie der Umgang mit den Dozenten und Initiatoren der Ausbildung war stets positiv und wertschätzend. Als Auszubildende wurde ich stets ernstgenommen und Prüfungssituationen waren stets so gestaltet, dass in den Vordergrund gestellt wurde was ich weiß und nicht was ich noch nicht weiß. Die Prüfungen sollten eher eine Einschätzung für uns selbst sein und uns motivieren weiterhin mit Interesse dabei zu sein. Außerdem waren die Prüfungen so ausgelegt, dass von dem ausgegangen wurde was ich bereits gelernt habe.
Zwei Jahre meiner Ausbildung verbrachte ich in der Gärtnerei von Woedtke, dem Betrieb meiner Eltern. Auch wenn ich den Betrieb schon lange kenne, so habe ich ihn im Rahmen der Ausbildung nochmal ganz anders kennengelernt. Durch die Arbeit in der Gärtnerei habe ich die Freude am Anbau von Gemüse erleben können und erfahren was alles dazu gehört, um am Ende ein gutes Lebensmittel in den Händen zu halten. Es braucht eine ganze Gruppe an Menschen die zusammenarbeiten und ständig im Austausch sind. Es beginnt bei der Anbauplanung und geht weiter über die Aussaat von Pflanzen oder den Einkauf von Jungpflanzen, die Pflanzung und die Pflege der Kulturen, sowie die Ernte des erntereifen Gemüses und dessen Lagerung und Verkauf. Es ist somit ein langer Weg von der Planung bis zum verkauften Gemüse, viel zwischenmenschlicher Austausch von Anfang bis Ende. Somit auch eine Vielzahl an Dingen, die in dieser Kette schieflaufen können und auf die man flexibel reagieren muss. Auch das Wetter sorgt dafür, dass kein Jahr ist wie das andere und wir als Gärtner/innen jedes Jahr neu umgehen müssen mit dem was kommt.
Jede Gemüsekultur braucht einen anderen Umgang und will gut versorgt sein. Als Gärtner/innen sind wir dafür zuständig alle Kulturen im Blick zu behalten und deren Bedürfnisse zu erkennen. Es gibt viel Lernraum und Möglichkeiten sich auseinanderzusetzten mit den Pflanzen und mit sich selbst. Denn ich muss auch darauf achten, dass es mir gut geht um die nötigen Arbeiten durchführen zu können und die Freude an der Arbeit zu erhalten.
In meiner Ausbildungszeit habe ich viel Neues erfahren und gelernt. Grundlagen wurden gelegt, auf denen ich in Zukunft aufbauen kann und meine Fähigkeiten erweitern kann. Ich konnte Einblicke gewinnen in die verschiedenen Bereiche des Betriebes und es sind einige Verbindungen entstanden, die mir helfen den Betrieb als Ganzen zu sehen und zu verstehen. Darauf ist die Abschlussprüfung ausgelegt gewesen. Vor Ort sollte der Betrieb vorgestellt werden von verschiedenen Gesichtspunkten aus, sodass die Prüfer den Betrieb umfassend kennenlernen können. Es soll zum Abschluss der Ausbildung gezeigt werden, wie man als Auszubildender sich verbunden hat mit dem Betrieb und den Betrieb als Ganzes verstehen gelernt hat. So soll eine Fähigkeit entstanden sein, aus diesen ganzen Aspekten eines Betriebes ganzheitliche Entscheidungen treffen können.
Auch eine Art „Gesellenarbeit“ ist eine Anforderung der Ausbildung für deren Abschluss. Es sollte ein Thema gewählt werden, dass für Betrieb und Auszubildenden gleichzeitig relevant und elementar ist und sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil beinhaltet. Es ging darum sich mit einem Thema intensiv zu befassen und sich von verschiedenen Blickwinkeln zu nähern.
Für diese Arbeit hatte ich mich, als Tochter des Betriebsleiters, dem Thema der Hofübergabe gewidmet. Im theoretischen Teil habe ich mich befasst mit der Ausgangslage von landwirtschaftlichen Betriebsübergaben in der EU. Dann näher spezifiziert auf die Herausforderungen, die eine Hofübergabe mit sich bringt und auf mögliche Rechtsformen des Betriebes. Abgeschlossen habe ich den theoretischen Teil mit der Erarbeitung eines Leitfadens mit Themen, die bei einer Hofübergabe berücksichtigt und bearbeitet werden müssen. Im praktischen Teil führte ich im Betrieb drei Workshopeinheiten durch, in denen wir die Soziokratie als Entscheidungsinstrument für Gruppen kennenlernten und übten. Zielsetzung war es, ein Leitbild für den Betrieb zu erarbeiten.
Parallel zur biodynamischen Ausbildung entschied ich mich die staatliche Gärtnerausbildung zu machen, um mit dem erworbenen Gesellenbrief alle Möglichkeiten zu haben. Dafür waren lediglich die Teilnahme an den Prüfungen, den überbetrieblichen Bildungsangeboten und das Führen eines Berichtsheftes erforderlich.
Anna Schäfer; 15.2.2025
Frühjahrsimpressionen
Unsere Frühjahrspezialität:
Mischsalat mit jeder Menge Kräutern - verzehrfertig
Unsere eigene Hofsorte: Honigmelone "Murrmel"
Kontakt
Inhaber: Stefan Eysermans
Burgweg 5, 71711 Murr
Tel.:07144/888000
Fax: 07144/888001
info@gaertnerei-von-woedtke.de
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